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Einkauf auf Raten oder Ratenkredit

Gerade auf dem Finanzmarkt werden Begriffe häufig unterschiedlich gedeutet und angewendet. Für den Verbraucher entstehen dadurch Verwirrungen, die ihn bei wichtigen Entscheidungen verunsichern können. So ist vielen Menschen der Unterschied zwischen einem Einkauf auf Raten und einem Ratenkredit nicht wirklich verständlich. Dabei sind diese Unterschiede tatsächlich gravierend und können bei einem Rechtsstreit ausschlaggebend sein.

Der Einkauf auf Raten wird von den unterschiedlichsten Handelsmärkten angeboten. Im Bereich der Haushaltselektronik ist es zum Beispiel meist problemlos möglich, Fernseher, Waschmaschinen und andere Großgeräte in bequemen monatlichen Raten abzuzahlen. Natürlich findet hier, genau wie bei jedem Barkredit, eine Bonitätsprüfung statt. Ratenzahlungen, die im weitesten Sinne ja genauso wie Kredite funktionieren, sind also abhängig von einer guten Auskunft über das Zahlungsverhalten des Kunden. Der Kunde, der einen Ratenzahlungsvertrag unterschreibt, ohne dass ein Kreditinstitut involviert ist, kann zwar die Ware sofort mit nach Hause nehmen, aber de facto gehört ihm das gekaufte Gerät noch gar nicht. Ein wichtiger Zusatz in Ratenzahlungsverträgen wird häufig übersehen. Es steht ausdrücklich in den Bedingungen, dass die Ware bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Händlers bleibt. Für den Kunden bedeutet das, sobald er mit der Ratenzahlung in Verzug gerät, hat der Händler das Recht, die Ware zurückzufordern, und zwar auch dann, wenn der Restwert deutlich höher ist als der verbleibende Ratenbetrag.

Ein Ratenkredit hingegen bietet andere rechtliche Voraussetzungen. Es ist unerheblich, ob der Kunde einen online Kredit  aufnimmt oder sich um einen Sofortkredit bei seiner Hausbank bemüht, im Geschäft tritt er als Barzahler auf. Das verschafft ihm zum Beispiel die Möglichkeit, den Preis herunterzuhandeln. Im Verzugsfall hat der Händler keinen Zugriff auf die gelieferte Ware, weil der Kunde sie ja bar bezahlt hat. Dass er dafür einen Kredit in Anspruch genommen hat, darf den Händler hier nicht interessieren. Natürlich sind die Bonitätsprüfung und die einwandfreie Auskunft auch hier meist die Voraussetzung dafür, dass Kredite gewährt werden.

Kunden, die keine einwandfreie Bonitätsauskunft vorweisen können, haben die Möglichkeit, sich um einen Kredit ohne Schufaauskunft zu bemühen, um den gewünschten Einkauf tätigen zu können. Sie sollten sich aber darüber klar sein, dass Kredite ohne Schufaauskunft für das Kreditinstitut immer Risikokredite sind. Deshalb werden häufig höhere Zinsen und Bearbeitungsgebühren sowie der zwingende Abschluss einer teuren Restschuldversicherung für solche Kredite verlangt. Um hier seriöse von unseriösen Anbietern unterscheiden zu können, empfiehlt sich ein unabhängiger Kreditvergleich. Im Internet stehen viele unterschiedliche Plattformen bereit, die einen solchen unabhängigen Vergleich der einzelnen Anbieter rasch und ohne große Formalitäten durchführen.