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Wie setzt sich in Deutschland der Gaspreis zusammen?

Warum ist Gas eigentlich so teuer?
Dass das Gas in Deutschland stetig teurer wird und auch kein Ende des Trends nach oben in Sicht ist, wird vom Verbraucher primär den Gasanbieter angelastet. Allerdings hat dieser nur einen begrenzten Anteil an der Preisbildung. Denn tatsächlich machen die Kosten und die avisierte Gewinnspanne des Versorgers nur einen erstaunlich geringen Teil des Gaspreises aus. Zusammengefasst sorgt beides für gerade einmal 10 % des Gesamtpreises.  Tatsächlich verantwortlich für den Gaspreis sind eher Steuern, Netzbetriebskosten, Kosten für den Einkauf und die Erneuerbare Energien Umlage (EEG) sowie die Umlagen laut Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG). Im Detail betrachtet machen besteht der Gaspreis zu rund 26 % aus Gebühren und Kosten für Netznutzung, Instandhaltung und Ausbau, zu 40 % aus den Bezugskosten und zu 24 % aus Abgaben laut vorgenannten Gesetzen. Die verbliebenen 10 % nutzt der Gasversorger zum Abdecken der Vertriebskosten und natürlich auch für seinen Gewinn.
Warum steigen die Gaskosten?
Auch der Anstieg der Gaskosten kann den Versorgern nur bedingt angelastet werden. Vielmehr sind es die immer aufwendigere Forschung nach noch verfügbaren Quellen und die ebenfalls schwieriger zu erschließenden Reste der schon bekannten und teilweise ausgebeuteten Gasvorkommen. Die fossilen Energieträger neigen sich dem Ende zu, wenngleich es bis dahin wohl noch einige Zeit dauern wird. Dennoch wird es immer schwieriger Erdgas zu fördern und dementsprechend teurer. Die Verknappung der Rohstoffe sorgt zudem für florierenden Handel an den internationalen Energiebörsen, wo sich Einkäufer überbieten und Verkäufer den Preis bestimmen können. Letztlich spielt auch die eigentlich abgeschaffte Ölpreisbindung immer noch eine Rolle. Mit dieser wollten die Öl und Gas exportierenden Länder dafür sorgen, dass die beiden Primärenergiequellen nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Obgleich das Bundeskartellamt dieser Regelung schon vor Jahren offiziell einen Riegel vorgeschoben hat, wird sie auf Seiten der Exporteure immer noch betrieben. Hier ist auch eine Verbindung zum Strompreis zu sehen. Denn die steigenden Einkaufspreise für unsere in der Stromerzeugung immer noch primär genutzten Energieträger wirken sich auch auf die Stromrechnung aus. Wer dem entgegenwirken möchte, kann nur weniger verbrauchen und sich einen günstigeren Strom- oder Gasanbieter suchen.